Bahn fahren lohnt sich nicht

//Bahn fahren lohnt sich nicht

Bahn fahren lohnt sich nicht

Auch in Zeiten von Diskussionen über den Klimawandel, der nötigen Abkehr vom durch Diesel und Benzin betriebenen Individualverkehr und anderen Gedankenspielen gelingt es der Politik und Wirtschaft nicht, ökonomische Alternativen annähernd attraktiv zu gestalten.

Ein aktuelles Beispiel hierfür ist eine Reiseoption, die ich kurzfristig hereinbekommen hatte. Ich erhielt also einen kurzfristigen Termin am Montag, am darauffolgenden Freitag in Leipzig an einer Veranstaltung teilzunehmen. Ich hatte Lust, ich hatte Zeit, ich sagte zu.

Da ich allein reisen wollte und nicht viel Gepäck benötigen würde, sah ich mir die Möglichkeiten und Preis der Bahn an. Es dauerte einige Zeit bis ich mich von dem Schock erholte, den mich eine einfache Fahrt nach Leizig kosten sollte, umsoweniger Zeit benötigte ich, die Fahrt mit der Bahn direkt wieder zu verwerfen. Letztenendes bestieg ich meinen Pkw und machte mich damit auf nach Leipzig, genoss die Veranstaltung und fuhr zurück.

Alles in allem legte ich eine Strecke von ca. 1100 Km zurück, was bei einem Durchschnittsverbrauch meines Pkw von immerhin noch schwachen 7,8 Liter/100 km (hin und wieder fahre ich gerne etwas schneller) einen Verbrauch von 85,8 Litern bedeutet. Bei zur Zeit angesagten 1,39 im Durschnitt für den Liter Super Benzin sind das 119,26 EUR. Da ich einen bereits in die Jahre gekommenen Pkw fahre und dieser die 200.000km Marke bereits geknackt hat, ist auch ein etwaiger Wertverlust in dieser Rechnung völlig zu vernachlässigen.
Hinzu kommt, dass ich exakt dann aufbrechen konnte, als mir danach war. Zudem pausierte ich nach belieben und konnte von Tür zu Tür fahren.

Eine einfache Fahrt mit der Bahn hätte ich mich zwischen 99 und 150 EUR gekostet. Hin und zurück also zwischen 200 und 300 EUR!
Dazu hätte ich noch zum Banhhof gemusst und in Leipzig vom Bahnhof mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln zur Zielanschrift. Das heißt selbst bei meinem alten Fahrzeug, mit vergleichsweise hohem Verbrauch, spare ich eine Differenz von mindestens 80 EUR, was in etwa eine Tankfüllung ist, mit welcher ich ca. 650 km weit komme.

Es gibt also überhaupt keinen Grund mit der Bahn zu fahren. Denn auch die Zeiten sind unterirdisch schlecht. Vom Startpunk zum Zielort schafft es die Bahn niemals unter 6 Stunden, vorausgesetzt sie ist pünktlich. Die meisten angebotenen fahren lagen zwischen 6,6 und 7 Stunden. Und wie gesagt, dann nur von Bahnhof zu Bahnhof. Mit dem Pkw schaffe ich die einfache Strecke deutlich unter 6 Stunden, und dafür muss ich nicht einmal sonderlich schnell fahren.

Ein anderes Beispiel ist die Verfügbarkeit von Bus und Bahn. Auf die Arbeit mit dem ÖPNV benötige ich immer etwas mehr als eine Stunde. Von Bahnhoft zu Zielhaltestelle. Die Entfernung beträgt jedoch nur gut 18 km, eine Strecke, die ich bei mäßigem Verkehr unter 30 Minuten mit dem Pkw zurück lege.

Es bleibt also abzuwarten wie die Abkehr vom Verbrennungsmotor gelingen soll, wenn die Alternative massive zeitliche und finanzielle Nachteile für den Einzelnen bringt.
Und völlig unberücksichtigt habe ich hier Personen, die in den sog. ländlichen Regionen wohnen, dort, wo es gar keinen Bahnhof gibt oder aber ein Zug nur stündlich fährt.

By | 2019-01-25T13:46:21+00:00 Januar 7th, 2019|Allgemein|0 Comments

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