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Also es hat mich schon gefühlt 100mal geärgert, verwundert und gestört – heute muss ich es einfach mal kurz niederschreiben. Die Rede ist von Fusseln an den Füßen, nachdem man seine Socken ausgezogen hat. Es ist ja so, nicht jedes Paar Socken hat die Eigenschaft, sich gleichzeitig aufzulösen, und dennoch so auszusehen, wie frisch von der Stange gegriffen. Ich besitze Socken, die fusseln überhaupt nicht, und welche, die fusseln ständig. Das Problem ist, dass man das vor dem Kauf der Socken nicht sehen kann, ob es Fusseln wird oder nicht. Zumindest ich kann es nicht sehen. Und das wirklich unheimliche daran ist, dass die Socken überhaupt nicht dünner werden. Jedes Mal ist die halbe Dusche voller Fusseln, und die Socken liegen auf den weißen Fliesen und lachen mich aus. So ist es immer und immer wieder. Ich habe noch keinen echten Plan, wie ich das in Zukunft handhaben werde, vielleicht wäre mir ja einer bei der heutigen Zugfahrt nach Hamburg eingefallen, so ich denn gefahren wäre.

Ich wollte seit langem schon meinen Freund Robert H. in Hamburg besuchen, dort wohnt er nämlich schon eine ganze Weile und ich habe es noch nicht geschafft bist jetzt. Heute war es dann soweit, bei 18 Grad und wolkenlosem Himmel verlasse ich das Haus um mich zum Bahnhof zu begeben, von wo aus ich zunächst 1,5 Stunden bis Duisburg, und dann noch einmal knapp 3,5 Stunden nach Hamburg gefahren wäre.
Doch in Mönchengladbach ist Endstation. Am Bahnsteig teilt mir dann auf eigene Nachfrage eine Bahnmitarbeiterin mit, dass ich um nach Hamburg zu kommen ich zunächst mit einem Zug von Mönchengladbach aus nach Neuss fahren müsse (1 Station), dann von dort mit einem Bus nach Düsseldorf, in einen Außenbezirk, von dort dann schließlich führe eine U-Bahn zum Hauptbahnhof. Dann wäre ich so ca. nach 1,5 Stunden in Düsseldorf, von Mönchengladbach aus, wohl gemerkt. Die einfache Fahrt mit der Bahn dauert üblicherweise gute 20 Minuten. Auf meine Nachfrage, wie ich denn von Düsseldorf aus weiter käme, konnte die Dame mir nichts sagen, aber dort gäbe es ja einen Infopoint.
Ich überlege noch kurz, ob ich irgendetwas kaputt machen soll, vielleicht diese dämlichen Anzeigetafeln, auf denen überall „Der Zug fällt aus“ steht, doch dann entschließe ich mich von Gleis 7 zu Gleis 5 zu gehen, da fährt, mit 10-minütiger Verspätung, dann mein Zug Richtung Aachen zurück.

Hach, ein paar Zweige die auf die Schienen gefallen sind, weil vor zwei Tagen ein Unwetter war. Da schafft es die Bahn nicht, innerhalb von zwei Tagen mit Räumfahrzeugen die Schienen zu säubern, und ich mache mir sorgen um Fusseln in den Socken. Naja, das hat nun auch ein Ende, ab sofort ist mir das nämlich egal.